Fundstück der Woche 52/2017

Ausstellung 20 Jahre Feste Kaiser Franz e.V., 2017


Das Fundstück der Woche 52/2017 ist das Plakat zu einer Ausstellung im Mittelrhein-Museum, die der Verein anlässlich seines 20-jährigen Bestehens und der 200-jährigen Grundsteinlegung der Feste Kaiser Franz ausgerichtet hat.


Das Jubiläumsjahr 2017 hatte der Vereinsvorstand schon seit Jahren im Blick, handelte es sich doch um ein rundes Doppeljubiläum (200 Jahre Grundsteinlegung Feste Kaiser Franz und 20 Jahre Vereinsgründung). Diese Meilensteine sollten der Anlass sein, eine Ausstellung rund um die Geschichte der Feste Kaiser Franz und die dazugehörigen Festungswerke zu entwickeln und zum Jubiläum 2017 zu eröffnen.

Gute Voraussetzungen sah der Vorstand hierfür im Kehlturm der Feste gegeben, war das Gebäude doch bis Ende 2011 grundsaniert worden und bot daher eine Reihe von geeigneten Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss. Schnell zeigte sich aber, dass ohne größere bauliche Maßnahmen eine sinnvolle Nutzung der Kasematten nicht möglich war, worauf die Ausstellungspläne zunächst auf Eis gelegt wurden.

Als Alternative hat der Verein eine kleine Ausstellung im Museumsschaufenster im Mittelrhein-Museum Koblenz ausgerichtet, die dort vom 15. Oktober bis zum 4. November 2017 gezeigt wurde. Unter dem Titel

Impressionen der Entfestigung. Festung Koblenz und Ehrenbreitstein 1920-1922. Fotografien von Joseph Ring

wurden hier ausgewählte Reproduktionen der Entfestigungsbilder aus dem Bestand des Stadtarchivs Koblenz präsentiert, die jeweils von einem zeitgenössischen Zitat begleitet wurden. Das besondere Jubiläum der Grundsteinlegung der Hauptwerke der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein und der Vereinsgründung bedingte dabei auch die Auswahl der Motive, die über die Feste Kaiser Franz hinaus z.B. auch Bilder der Feste Kaiser Alexander präsentierte.

Im Rahmen der Ausstellung wurde die Geschichte der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein von ihrem Ende her beleuchtet. Dabei lag der Fokus auf der ersten Phase der Koblenzer Entfestigung (1920-1922), in der nach dem Ersten Weltkrieg in zwei Abschnitten das linke Rheinufer entfestigt wurde. Die betroffenen Festungswerke hielt der in Koblenz ansässige Fotograf Joseph Ring (1877-1933) im Auftrag des Entfestigungsamts Koblenz im Bild fest. Diese im Rahmen seiner Arbeit entstandenen Fotografien sind Glücksfall und Unglück zugleich, bieten sie doch ein authentisches Bild der Koblenzer Festungswerke und zeigen aber gleichzeitig deren Ende in Trümmern.

Die Ausstellung ist derzeit eingelagert, sie wird vorraussichtlich ihren festen Platz in der Feste Kaiser Franz finden.

Matthias Kellermann




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