Kriegsbäckerei Feste Kaiser Franz

Die Militärbäckereien der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein

Zur Geschichte der Koblenzer Militärbäckereien unter besonderer Berücksichtigung der Kriegsbäckerei in der Feste Kaiser Franz
von Matthias Kellermann
Herausgegeben von Feste Kaiser Franz e.V.
1. Auflage 2018
ISBN


Als Alleinstellungsmerkmal genießt der Backofen der ehemaligen Kriegsbäckerei in der Feste Kaiser Franz die besondere Aufmerksamtkeit des Vereinsvorstands. Seit 2017 gibt es nun Bestrebungen, den Ofen zu sanieren und zu reaktivieren. Die Forschungsergebnisse rund um dieses Thema haben wir in einer kleinen Broschüre zusammengefasst, die Ende Mai 2018 im Fölbach-Verlag erschienen und für 12,80 € im lokalen Buchhandel erhältlich ist.

Der Inhalt des Buchs:

Einleitung
Prolog: Zur Versorgungslage der preußischen Armee in Koblenz im Sommer 1792
Allgemeine Bemerkungen zu den Militärbäckereien der Festung
Die Garnisonsbäckerei im Festungsbauhof/Proviantamt
Magazingebäude im Stadtgebiet Koblenz
Die Kriegsbäckerei im Rheinkasemattenkorps (Rheinanschlusskaserne)
Die Kriegsbäckerei im Fort Großfürst Konstantin
Die Kriegsbäckerei in der Feste Ehrenbreitstein
Die Kriegsbäckerei in der Feste Kaiser Franz
Backen in der Kriegsbäckerei – eine Annäherung
Alliierte Militärbäckereien in Koblenz nach dem Ersten Weltkrieg
Ausblick
Anmerkungen
Quellen und Literatur
Danksagungen
Abbildungsnachweis
Abbildungen

Inhaltstext:

Der 1816 beginnende Ausbau von Koblenz und Ehrenbreitstein zur preußischen Festung zog den Aufbau einer militärischen Infrastruktur zur Versorgung der Festung und der Garnison nach sich. Bei der Bereitstellung des wichtigen Grundnahrungsmittels Brot setzte die preußische Militärverwaltung in Koblenz auf Selbstversorgung. 1821 ging die im Festungsbauhof/Proviantamt am Clemensplatz (heute Reichenspergerplatz) untergebrachte Garnisonsbäckerei mit zwei in der französischen Zeit installierten Backöfen in Betrieb. Für den Kriegsfall sollten in den folgenden Jahren weitere Bäckereien in den Festungsteilen eingerichtet werden, sodass im Falle einer Armierung ausreichende Kapazitäten zum Brotbacken zur Verfügung standen. So entstand 1827 in dem soeben fertig gestellten Rheinkasemattenkorps (später Rheinanschlusskaserne) der Prototyp eines gänzlich neuen Ofens, der ausgiebig getestet und für gut befunden wurde. Er sollte als Vorbild für drei weitere Backöfen dienen, von denen 1828 zwei in Fort Großfürst Konstantin und einer im Untergeschoss des Kehlturms der Feste Kaiser Franz zur Ausführung kamen. Der Letztgenannte ist heute der einzige noch erhaltene Festungsbackofen der gesamten Festung Koblenz und Ehrenbreitstein.








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